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Kinderkrippe oder Tagesmutter?
Bewertung:
70435 Stuttgart Deutschland |
Viele Mütter möchten oder müssen relativ schnell nach der Geburt ihres Kindes wieder ins Berufsleben einsteigen.
Hat man keine direkte Unterstützung durch Verwandte, wie beispielsweise den Großeltern, so müssen die jungen Eltern sich einer ganz konkreten Frage stellen: Kinderkrippe oder Tagesmutter?
Wer soll das wichtigste Gut der Familie betreuen dürfen? Wo ist das Kind am besten aufgehoben und wer fördert es am optimalsten? Viele Fragen und leider auch viele Antworten.
Kinderkrippe fördert das soziale Lernen in der Gruppe
Wichtig ist sich zu informieren und Fakten zu vergleichen. Danach findet man die Lösung, die einen selbst objektiv aber vor allem auch intuitiv für das Wohl des eigenen Kindes am geeignetsten erscheint.
Bei einer Kinderkrippe handelt es sich - ähnlich wie bei einem Kindergarten - um eine Institution, die Fachkräfte beschäftigt, die sich professionell um die Kinder kümmern. Jedes einzelne Kind steht natürlich nicht so im Fokus der Aufmerksamkeit. Es muss sich in eine Gruppe integrieren und es erfährt klare Autorität, Disziplin, Regeln und eine verlässliche Strukturierung des Tages. Das Kind hat viele andere Kinder zum Spielen und das soziale Lernen wird gefördert. Es findet ein jährlicher Wechsel der Kinder statt, wodurch nur wenig Unterschied der Alterspositionen entsteht. Durch die Betreuung einer größeren Gruppe ist die individuelle und intensive Betreuung des einzelnen Kindes weniger gegeben. Positiv ist die altersgerechte Förderung in einer Kinderkrippe.
Es steht ausreichend Spielmaterial zur Verfügung und es werden viele Beschäftigungsanregungen gegeben.
Das Kind kann für sich alleine spielen oder den Kontakt zu anderen suchen. In einer Kinderkrippe findet schon ein bewusstes Lernen statt. Die Erzieherinnen malen, spielen, zählen und singen mit den Kindern.
Den Kindern geben die klaren Abläufe in der Kinderkrippe die notwendige Sicherheit, denn Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung klare Strukturen und verlässliche Rituale.
Die Tagesmutter betreut das Kind in ihrem eigenen Zuhause. Sie verkörpert eine Hausfrau und Mutter, die die Balance zwischen der Mutterrolle und der professionellen Betreuungsperson finden muss.
Intensivere Betreuung durch die Tagesmutter
Das zu betreuende Kind erlebt eine komplette Familie und wird meistens, aber nicht immer, zusammen mit anderen Kindern unterschiedlichen Alters betreut. Oft befinden sich auch die leiblichen Kinder der Tagesmutter mit in der Gruppe. Das Kind hat viel Kontakt zu Kindern aus verschiedenen Altersgruppen. Das soziale Lernen wird innerhalb einer solchen Gruppe gefördert.
Aufgrund der Gruppensituation steht das Kind nicht im absoluten Fokus der Tagesmutter. Es lernt mehr Autorität, klare Regeln, größere Disziplin und eine absolut notwendige Strukturierung des Tages kennen.
Positiv ist die Möglichkeit der intensiveren Betreuung durch die Tagesmutter aufgrund der geringeren Kinderanzahl. Sie kann individueller auf das Kind eingehen und ist nicht nur professionelle Erzieherin, sondern wird mit der Zeit eine nicht unwichtige Bezugsperson.
Dem Kind werden viele Spielmöglichkeiten angeboten und es kann für sich oder mit anderen spielen.
Auch eine Tagesmutter fördert das bewusste Lernen, indem sie mit den Kindern spielt, malt, singt und zählt.
Eine Tagesmutter ist oftmals für berufstätige Mütter die einzig richtige Lösung, weil die Betreuungszeiten deutlich flexibler zu handhaben sind, als bei einer Kinderkrippe. Zudem bevorzugen viele Eltern die familiäre Umgebung, das geringere Infektionsrisiko und die intensivere Betreuung.
Tagesmütter sind nicht immer pädagogisch ausgebildert
Leider mangelt es manchen Tagesmüttern an pädagogischer Aus- und Fortbildung. Die Überwachung durch den Staat ist nicht ausreichend gegeben. Oft sind die Gruppen auch so klein, dass es wenig Spielkameraden gibt. Zudem ist die Gruppe in sich häufig nicht stabil, da es mehr als einmal jährlich zu einem Wechsel der Kinder kommen kann.
Machen Sie sich ein persönliches Bild beider Betreuungsformen
Jeder Form der Betreuung hat sicherlich ihre Vor- und Nachteile. Eltern sollten sich ausreichend informieren und auf eine hohe Qualität der Betreuung achten. Egal, ob Kinderkrippe oder Tagesmutter, man sollte sich im Vorfeld ein persönliches Bild von den Umständen vor Ort machen. Ist man anfänglich noch unsicher, so sollte man etwas Zeit einplanen, um dabei bleiben zu können. Es ist ratsam, die Zeit der Eingewöhnung beim beruflichen Wiedereinstieg einzuplanen. Erst wenn Eltern und Kind sich mit der neuen Betreuungsform wohlfühlen, sollte man den nächsten Schritt der Trennung gehen.